Andernach


Andernach
Ạndernach,
 
Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz, am Mittelrhein, 51 m über dem Meeresspiegel, 30 000 Einwohner;
 
 
Metallverarbeitung, Maschinenbau, Mineralölvertrieb, Softwareherstellung, Nahrungsmittel-, Baustoff- und Kunststoffindustrie; Fremdenverkehr;
 
Verkehr:
 
Rheinhafen.
 
 
Die viertürmige Liebfrauenkirche (um 1200) ist ein Hauptwerk der rheinischen Romanik mit Bauplastik des Laacher Samsonmeisters; Minoritenkirche (14./15. Jahrhundert). In die eindrucksvolle Stadtbefestigung (Rheintor um 1200, Runder Turm 1448-52) ist die erzbischöfliche Burg (seit 1689 Ruine) einbezogen; am Rheinufer der bis 1911 in Betrieb befindliche mittelalterliche Rheinkran (1554-59). Andernach hatte schon früh eine bedeutende jüdische Gemeinde; erhalten ist das Judenbad (um 1400) neben dem spätgotischen Rathaus (1572).
 
 
Andernach, das keltisch-römische Antunnacum, war im frühen Mittelalter fränkische Königspfalz.
 
 
Der bereits 1883 von H. Schaaffhausen untersuchte Magdalénien-Fundplatz auf dem Martinsberg in Andernach hat durch neue Ausgrabungen zusätzliche Bedeutung erlangt. Die vom Bims des Laacher-See-Vulkans überdeckten, um 10 500 v. Chr. datierten Siedlungsreste sind gut mit denen von Gönnersdorf vergleichbar. Hervorzuheben sind zahlreiche Beispiele eiszeitlicher Kunst (Gravierungen auf Schieferplatten, Frauenstatuetten und eine Vogelplastik aus Elfenbein und Geweih). Beim Abbau der vulkanischen Gesteine wurde im Stadtteil Miesenheim auch eine 500 000 Jahre alte Siedlungsstelle des Homo erectus freigelegt.
 

Universal-Lexikon. 2012.

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